SOZIALFENSTER

Redaktionsleiter des Regensburger Wochenblatts: Dr. Christian Eckl. Foto: Archiv

Redaktionsleiter des Regensburger Wochenblatts: Dr. Christian Eckl. Foto: Archiv

Der Redaktionsleiter des Regensburger Wochenblatts nutzt sein Medium für einen privaten Rachefeldzug.

In einer Stadt, in der die Lehrerin Elly Maldaque 1930 denunziert wurde, weil sie sich für kommunistische Ideen interessierte, deshalb ihren Job verlor und schließlich unter ungeklärten Umständen in der „Nervenheilanstalt“ starb, betätigt sich ein Möchtegern-McCarthy namens Christian Eckl, Mitarbeiter eines Anzeigenblatts (Regensburger Wochenblatt), in genau derselben Traditionslinie und diffamiert aus offenkundig privaten Rachegelüsten mittels Gerüchten, Vermutungen und Falschbehauptungen eine wissenschaftliche Hilfskraft der Universität Regensburg namentlich und mit Foto als „Extremisten“, um diesen um seinen Job zu bringen.

Zeit gewonnen: MZ-Anwalt Johannes Weberling und DSR-Geschäftsführerin Gabriele Köhler verlassen das Arbeitsgericht.
Entlassungen im Mittelbayerischen Verlag

MZ-Prozesse: Theaterdonner und steigende Abfindungen

Der Ton wird rauer, doch die Abfindungen steigen. Annähernd 150.000 Euro hat der Mittelbayerische Verlag zwischenzeitlich an einzelne entlassene Beschäftigte einer Tochtergesellschaft bezahlt. Eine gerichtliche Entscheidung darüber, ob die Kündigungen rechtens waren, scheint der MZ-Anwalt tunlichst vermeiden zu wollen.

Objekt der Geltungssucht eines halbseidenen Unternehmers und einer heuchlerischen CSU-Führung: Papst Benedikt. Foto: Archiv/ Staudinger
Überbietungswettbewerb um Benedikt XVI.

„Die Kirche will kein Papst-Zentrum“

Keine Überraschung: Der CSB-Vorschlag für eine Umbenennung des Domplatzes zu Ehren von Papst Benedikt erfuhr am Dienstag einhellige Ablehnung. Am Rande war auch zu erfahren: Den Vorstoß des Veranstalters Peter Kittel für ein „Papst-Besuch-Dokumentationszentrum“ lehnt selbst die katholische Kirche ab.

Kurt Schindler (links neben seinem Stellvertreter Horst Eifler) fordert ein eigenes Amt für Wohnen. Foto: Archiv
Marktvertrauen des OB in der Kritik

„Abschied von gestalterischer Wohnungspolitik“

Keine Erhöhung der Sozialwohnungsquote, keine Satzung zur Zweckentfremdung von Wohnraum, Vertrauen auf den freien Markt – diese Haltung von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs sorgt für harsche Kritik vom Mieterbund. „So einen Unfug habe ich noch von keinem sozialdemokratischen Oberbürgermeister gehört“, sagt der Vorsitzende Kurt Schindler.

Preise, wohlklingende Worte und bunte Broschüren gibt es vom Betzirk Oberpfalz zum Thema Inklusion. Das konkrete Verwaltungshandeln ist weniger bunt und fröhlich. Foto: Bezirk
Exklusion statt Inklusion

Wie der Bezirk Oberpfalz mit einem Schwerstbehinderten umspringt

Ohne eigenes Fahrzeug ist der schwerstbehinderte Franz K. weitgehend isoliert. Er kann weder seine Verwandten besuchen, noch sonst am sozialen oder kulturellen Leben teilnehmen. Doch der Bezirk Oberpfalz verweigert dem 50jährigen die entsprechende Beihilfe für den Unterhalt seines Autos. K.s Wunsch nach Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sei nicht gewichtig genug.

Rief die Polizei auf den Plan: die 1971 erschienen Broschüre "terror in regensburger heimen".
Züchtigung - Körperverletzung - Terrorsystem

„Terror in Regensburger Heimen“

Vor 45 Jahren prangerten Regensburger Schüler öffentlich „Terror“ an. In der von ihnen im Jahre 1971 verteilten Broschüre „terror regensburger heimen“ kritisierten sie gewalttätige Übergriffe und autoritäre Strukturen, vor allem in kirchlichen Internaten. Die Verantwortlichen der Heime wiegelten damals ab. Ein geistlicher Direktor bestritt die Vorwürfe barsch und stieg wenige Monate später zum Direktor der Internate der Regensburger Domspatzen auf. Ein aufschlussreicher Rückblick.